Grupo Mutual
Jeden Tag kommen Tausende Kunden in ihre Bank, um Bargeld für die täglichen Ausgaben abzuheben. Diese einzelnen Transaktionen sind zwar klein, wenn aber in jeder Filiale täglich Hunderte oder Tausende davon anfallen, kann es sich bei der insgesamt ausgezahlten Bargeldmenge um eine große Summe handeln. Jeder Niederlassung steht allerdings nur eine bestimmte Bargeldmenge zur Verfügung, die festgelegt wird, ohne im Voraus zu wissen, wie viel jeder Kunde abhebt. Dies bedeutet für Banken eine große Herausforderung. Die Kunden erwarten, dass die Bank ausreichend Bargeld vorrätig hat. Wie kann die Bank also sicherstellen, dass die Transaktionen der Kunden möglich sind, ohne zu große Mengen als ungenutzte Reserve zu haben?
Ein Projektteam zur Qualitätsverbesserung unter der Leitung von Jean Carlos Zamora und Francisco Aguilar bei der Grupo Mutual, einem Finanzunternehmen in Costa Rica, konzentrierte sich auf die Bargeldmenge, die in den Tresoren aufbewahrt wird, um Transaktionen in 55 Filialen zu unterstützen. Mit der Minitab Statistical Software untersuchte das Team den Cashflow in den einzelnen Niederlassungen und ermittelte eine optimale Bargeldmenge, die in den Tresoren vorgehalten werden sollte. Das Team wendete Datenanalysen und Lean Six Sigma-Methoden (LSS) an, um die Nutzung des Bargelds zu optimieren, die Kosten zu senken und Grupo Mutual die Möglichkeit zu geben, freigewordene Beträge zu reinvestieren und so den Umsatz um 1,1 Millionen US$ zu steigern – ohne Beeinträchtigung der Qualität des Kundenangebots.