Mit einer Pareto-Analyse wurde bestimmt, welche Stahlsorten bei dem Walzdraht Verzögerungen bei den Drahtziehmaschinen verursachten. „Minitab kann das nicht nur sehr schnell und mit begrenzter Datenmanipulation, sondern verfügt auch über sehr klare Diagramme, die in Präsentationen ein wirksames Kommunikationsinstrument darstellen“, so Perrin.
Eine Änderung der Eigenschaften des Materials, aus dem der Walzdraht im Drahtwalzwerk in Laverton produziert wird, kam nicht infrage. Daher suchte das Team nach anderen Möglichkeiten, um den prozentualen Anteil des Walzzunders bei dem Walzdraht zu reduzieren und den Ertrag der Drahtstraße zu erhöhen. Die Teammitglieder führten Versuche durch, um unterschiedliche Faktoren zu untersuchen, u. a. die Kühlprozesse im Drahtwalzwerk, die in der Drahtstraße eingesetzten Entzunderungs- und Ziehverfahren sowie die Betriebsparameter in beiden Werken.
Zuerst wurde ein Test durchgeführt, mit dem die Auswirkungen der Betriebsparameter des Kühlförderbands auf die Menge des Walzzunders bei dem Walzdraht bestimmt wurden. Außerdem wurde die Temperatur der Ziehscheibe und des Legekopfs im Drahtwalzwerk gemessen. Die Minitab Analyse ergab einen signifikanten Unterschied, wenn die Umformtemperatur auf dem Kühlförderband um 30 % reduziert wurde.
Danach wurde der Effekt der Ziehverfahren auf den Ertrag untersucht. Für den Kontrolldurchlauf und den Testdurchlauf baute das Team Produktionsstraßen mit neuen Ziehsteinen, neuem Schmiermittel für jeden Ziehstein und neuen Bürsten in der Entzunderungsanlage auf und hielt die Transportgeschwindigkeit konstant. Der Durchlauf mit den Versuchsparametern führte zu niedrigeren Temperaturen, einem saubereren Produkt, geringerer Abnutzung der Ziehsteine und weniger sichtbarem Walzzunder. Eine Festigkeitsprüfung zeigte keinen statistischen Unterschied zwischen der Qualität des Versuchsprodukts und des Kontrollprodukts.
Das Team maß die Abnutzung des Ziehsteins bei der Drahtziehmaschine und stellte fest, dass die neuen Parameter erhebliche Auswirkungen auf die Lebensdauer der Ziehsteine hatten. In einem Test betrug der Durchmesser des Drahts bei einem Ziehstein am Anfang des Durchlaufs 6,22 mm. Nach dem Durchlauf von 15 Tonnen Draht unter Verwendung des Kontrolldrahts, hatte die Matrize einen Durchmesser von fast 6,32 mm erreicht. Der Verschleiß der Matrize war bei der Anlage, die den Versuchsdraht verwendete deutlich geringer – nach 15 verarbeiteten Tonnen lag der Durchmesser unter 6,24 mm.